Mit Pauken und Trompeten in die Herzen

SZ vom 19.3.2012

Mit Pauken und Trompeten in die Herzen

Von Bernd Goldammer

Das Festkonzert zum Stadtrechtsjubiläum in der Stadtkirche war gestern der fulminante Schlussakkord für ein spannendes Festwochenende in Radeberg.

Sie füllen regelmäßig die großen Konzertsäle und Kirchen, und gestern Abend war natürlich auch die Radeberger Stadtkirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Musiker des prominenten Dresdner Trompeten Consorts waren zum großen Festkonzert „600 Jahre Stadtrecht Radeberg" gekommen – und Radebergs Kantor Rainer Fritzsch war schon im Vorfeld regelrecht von den Socken gewesen, „dass es uns gelungen ist, diese wirklich gefragten Musiker verpflichten zu können."

Aber Radeberg hat sich längst auch einen Ruf als spannender Konzertort gemacht, den auch die sonst in der renommierten Dresdner Staatskapelle aktiven Trompeter des Ensembles vor einigen Jahren schon selbst erlebt hatten.

Und die Musiker unter Leitung von Matthias Schmutzler sorgten dann auch für wirklich überraschende Momente. Sie nutzen jede akustische Nuance des Kirchenraumes aus. Sogar von der Kanzel aus blies ein Trompeter. Das Publikum war begeistert!

Gleich nach dem triumphalen Auftakt – dem Prélude aus dem „Te Deum von Marc-Antoine Charpentier – folgt die neuzeitliche Dresdner Fanfare von Torsten Pech. In ihr Klangbild ist auch die Radeberger Orgel liebevoll eingewoben, an der Kantor Rainer Fritzsch begeistert. Es ist ein besonderes Konzert, zu einem besonderen Anlass und mit besonderen Musikstücken. Immer wieder brandet Beifall auf. Aber Kantor Fritzsch lässt auch nachdenkliche Töne an seiner Orgel erklingen – „600 Jahre Stadtgeschichte hatte ja auch zahlreiche tragische Momente, auch das sollte man an einem solchen Festwochenende nicht vergessen", findet er.

Mahnendes und Humor

Feierlich dann die Worte von Pfarrerin Christine Klaer, die ihre Festpredigt mit dem Bibelsatz „Suchet der Stadt Bestes" überschrieb, aber auch den Humor nicht vergaß. So kündigte sie die Rede des Radeberger OB Gerhard Lemm an und bat ihn möglichst gleich zum Punkt zu kommen – Lemm ist ja bekannt für durchaus auch mal längere Reden... Der OB nahm's locker und fand die richtigen, knappen Worte.

Dann kamen die Pauken. Christian Langer und Simon Lauer brachten die Suite „Piéces de trompettes et timbales" von Ande Philidor zum Erklingen. Bevor dann das große Finale folgte_ Georg Friedrich Händels „Feuerwerksmusik" – passend zum Stadtjubiläum.

Ein Beifallssturm ließ die Mauern erbeben, auch Jubelrufe mischten sich unters Klatschen. Zugaben folgten. Ein wirklicher Hochgenuss, und ein passender Schlussakkord für das Festwochenende in Radeberg.

Orgel und schmetternde Trompeten

Aus den Dresdner Neueste Nachrichten vom 02.01.2009:

Orgel und schmetternde Trompeten
Dresdner Trompeten Consort
... Die Bezeichnung Orgelkonzert ist in diesem Fall allerdings eine Untertreibung, denn neben dem Organisten der Kreuzkirche wirkten auch andere Musiker mit und sorgten für die festlichen Glanzlichter: das Dresdner Trompeten Consort der Staatskapelle, das 2003 gegründet wurde ( und dessen wohl einziger Mangel der fehlende Bindestrich im Namen ist). Diesem Instrumentalensemble gehören auch zwei Pauker an, womit die Ingredenzien barocker Prachtentfaltung komplett waren.
Bei einigen Werken waren die Bläser geteilt, was den Unterschied zwischen nahem und entferntem Spiel deutliche werden ließ.
Stets waren die Trompetengruppen in sich völlig präzise...
 
...Die Einleitung des Konzerts mit dem Vorspiel zum Te Deum von Mac-Antoine Charpentier legte das pompöse Grundmuster des Abends fest, der mit dem Marsch D-Dur aus Edward Elgars berühmter Komposition "Pomp and Circumstance" ausklang.
Man könnte den Mitwirkenden vorhalten, dass sie es sich mit all diesen Werken etwas leicht gemacht und nicht eine einzige zeitgenössische Komposition gespielt haben. Aber was soll´s, die vielen Zuhörer in der Kreuzkirche - die letzten mußten sich sogar mit Stehplätzen begnügen - waren mit dem Programm erkennbar zufrieden, auch wenn wir von einem "Land voller Hoffnung und Herrlichkeit", von dem der Text zu Elgars Marsch spricht, noch sehr weit entfernt sind.

Fast 3000 Euro bei Benefizkonzert eingespielt

 

Aus der Sächsischen Zeitung vom 22.04.2008:

 

 

Fast 3000 Euro eingespielt

Immerhin 2975 Euro sind durch das Benefizkonzert am Sonntagabend in der Radeberger Stadtkirche zusammengekommen. Das Geld fließt jetzt in die Tilgung von Krediten, die die Kirchgemeinde 2004  für die Sanierung des Gotteshauses hatte aufnehmen müssen.



Informationen zu dem Konzert finden Sie hier.

Kritik zum Konzert in Hitzacker

Aus der Elbe Jeetzel Zeitung vom 25.02.2008:   
 
"Ja, jetzt wird's laut in der Johannis-Kirche", leitete Trompeter Mathias Schmutzler das
Konzert ein. Und in der Tat: Die trotz aller dynamischer Differenzierung durchgängig sehr große Lautstärke des Dresdner Trompeten Consorts unter der Leitung Schmutzler täuschte ein bisschen darüber hinweg, dass die sächsischen Bläser am Freitag bei ihrem Musikwochen-Konzert in Hitzacker ein kontrastreiches Programm spielten.  ... 
 
Hymnische Kirchenmusik war vertreten durch das mit festlichem Glanz gespielte Prelude aus dem »Te Deum» von Marc-Antoine Charpentier, der prunkvollen »Sonata Sancti Polycarpi» Heinrich Ignaz Franz Bibers und Choralbearbeitungen von Bach und Dietrich Buxtehude. Das
Miteinander von Trompeten, Pauken und Orgel gibt diesen ein orchestrales Gepräge. Besonders schön war das bei dem Choral »Nun danket alle Gott».  ... 
 
Abgerundet wurde das Konzert durch zwei Orgel-Stücke: Bachs Fantasia et Fuga g-Moll BWV 542 und Mendelssohn Bartholdys Sonata B-Dur op. 65 Nr. 2. Holger Gehring spielte beide souverän, wobei bei Bachs Fuge Finger- und Fußfertigkeit und metrische Präzision, bei Mendelssohns Sonate die farbenreiche Registrierung auffielen. 

Zum Konzert in Eckernförde

Über das Konzert in Eckernförde am 14.12.2007 

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 17.12.2007: 

 

Ein äußerer und innerer Glanz

 

... im Rahmen der Konzertreihe Eckernförde mit dem Dresdner Trompeten Consort , einem hervorragenden Ensemble aus Musikern der Sächsischen Staatskapelle: Dem Andrang an Zuhörern war räumlich kaum beizukommen. ...

... für eine solch prächtige, jede Lautstärke und Tonhöhe ausreizende Blechbläsermusik, wie sie dann über eineinhalb Stunden zu hören war,...  

 

 

Aus der Eckernförder Zeitung vom 17.12.2007: 

 

Musikalischer Leckerbissen

 

„Dresdner Trompeten Consort“ musizierte in der Borbyer Kirche / Organist der Frauenkirche spielte auf

 

 

 

Das war ein besonderer akustischer Leckerbissen, den die „Konzertreihe Eckernförde“ kurz vor Weihnachten bot: In der Borbyer Kirche gastierte das „Dresdner Trompeten Consort“ unter Leitung von Mathias Schmutzler … die sich auf der Trompete, auf dem Horn und an den Pauken bestens hervortaten. ... Schmissig und rhythmisch sauber erklang das Werk; die Trompenten-Soli von Mathias Schmutzler boten eine gute Auflockerung. … die Dresdner musizierten mit Schwung und Dynamik, voll und melodiös.

 

 

 

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